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Künstliche Intelligenz: Ist mein Toaster bald schlauer als ich?

Von künstlicher Intelligenz (KI) hat mittlerweile fast jeder schon gehört. Was sich dahinter aber genau verbirgt und ob die teilweise heraufbeschworenen düsteren Zukunftsvisionen, in denen Maschinen über die Menschheit herrschen, realistisch sind, kann manch einer nicht einordnen. Hier sind die beteiligten Forscher und Unternehmen gefordert, klar zu kommunizieren.

Von künstlicher Intelligenz (KI) hat mittlerweile fast jeder schon gehört. Was sich dahinter aber genau verbirgt und ob die teilweise heraufbeschworenen düsteren Zukunftsvisionen, in denen Maschinen über die Menschheit herrschen, realistisch sind, kann manch einer nicht einordnen. Hier sind die beteiligten Forscher und Unternehmen gefordert, klar zu kommunizieren.

Die Digitalisierung schreitet in allen Lebensbereichen voran und immer öfter ist dabei von KI die Rede. Auch wenn die Definition schwierig ist – eben weil sich Intelligenz nicht einfach definieren lässt –, sind damit im Grunde Maschinen gemeint, die basierend auf Datenanalyse selbständig Entscheidungen treffen und daraus lernen können. Erste Produkte wie Chatbots, Sprachassistenten oder der Online-Übersetzer DeepL rollen gerade den Massenmarkt auf. Allerdings ist die Entwicklung noch ganz am Anfang und „in etwa so ausgereift wie die Computertechnik von 1959“, wie die Gartner-Analystin Helen Poitevin in diesem SZ-Artikel meint.

Schöne neue KI-Welt?

Was heute schon möglich ist und wie rasant die Technologie fortschreitet, kann man beispielsweise bald wieder auf der Fachmesse electronica in München sehen. Deren Organisatoren haben kürzlich eine Studie dazu durchgeführt, was Verbraucher sich von der Elektronik der Zukunft wünschen. Zum Beispiel sollen bei aller Begeisterung für das Thema die digitalen Helfer nicht zu „menschenähnlich“ werden: 72 Prozent der Befragten finden, dass Service-Roboter mit künstlicher Intelligenz eindeutig als Maschine erkennbar bleiben müssen. Genauso viele sind aber auch dafür, dass Roboter mit KI selbständig lernen und wünschen sich Entscheidungshilfen von Robotern.

Roboter wie Pepper nutzen künstliche Intelligenz, um Menschen zu helfen.

Auch die Relevanz neuer Technologien für die Gesellschaft ist wichtig für die Kommunikation (Bild: Alex Knight / Unsplash)

Dann gibt es da noch die Stimmen, die den Untergang der Menschheit am Horizont sehen und zum Beispiel vor ausufernder Arbeitslosigkeit warnen. Es ist nicht von der Hand zu weißen, dass manche Tätigkeiten einfach von Robotern übernommen werden können, aber wie bei jeder technologischen Entwicklung werden auch neue Aufgaben entstehen. Dass diese nicht nur im Hochtechnologie-Bereich liegen dürften, zeigt unter anderem die Studie „21 Jobs der Zukunft“ unseres Kunden Cognizant.

Komplexe Themen gut kommunizieren

Für Unternehmen, die sich in so einem Spannungsfeld bewegen, ist es wichtig darauf zu achten, wie sie ihre Produkte und Angebote kommunizieren. Hier ein paar grundlegende Tipps:

  • Anschaulichkeit: Reden Sie nicht nur abstrakt über Bauteile oder Bits und Bytes, die nur Technikexperten aus der Branche verstehen. Holen Sie auch diejenigen ab, die nicht so tief im Thema stecken, zum Beispiel indem Sie Vergleiche zu Alltagssituationen ziehen (à la „bisher konnte man eine Staffel Game of Thrones anschauen, bis die Überprüfung abgeschlossen war, jetzt nur noch einen Kaffee holen“).
  • Der große Rahmen: Setzen Sie die Vorteile Ihrer Technologie in Relation zu großen gesellschaftlichen Themen. Indem Sie die Relevanz für Gesellschaft oder Umwelt zeigen, erreichen Sie sowohl bei den Medien als auch (potenziellen) Kunden andere Ansprechpartner und erweitern so die Reichweite.
  • Netzwerk nutzen: Tun Sie sich mit Partnern zusammen, um die größeren Zusammenhänge ihrer Entwicklung zu zeigen. Dies ist auch bei Punkt 2) nützlich. Ein Beispiel dafür ist die „Communicating Cars“-Tour unseres Kunden NXP, der in Zusammenarbeit mit unter anderem Siemens und Honda gezeigt hat, wie vernetzte Autos zur Verkehrssicherheit beitragen.
  • Bedenken adressieren: Nehmen Sie kritische Stimmen ernst und gehen Sie auf geäußerte Sorgen ein. So lassen sich Missverständnisse ausräumen und der Eindruck vermeiden, etwas verschweigen zu wollen.

Wenn Sie Unterstützung bei der Kommunikation von Technologiethemen benötigen, melden Sie sich gerne bei meinem Kollegen Martin Ebert: Martin.Ebert@text100.de

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